Google Maps ist das vollständigste Unternehmensverzeichnis der Welt — mit über 200 Millionen Einträgen, regelmäßig aktualisiert und kostenlos. Die Places API gibt dir programmatischen Zugriff darauf und ist damit eine der stärksten Datenquellen für B2B-Leads im DACH-Markt. In diesem Tutorial richtest du alles Schritt für Schritt ein.
Warum Google Places die beste Datenquelle für B2B-Leads ist
Kein teures Datenbankabo kommt an die Abdeckung von Google heran. Die Places API gibt dir programmatischen Zugriff auf:
- Firmenname und Kategorie
- Adresse und GPS-Koordinaten
- Telefonnummer und Website-URL
- Öffnungszeiten und Bewertungen
- Fotos und Beschreibungen
Wichtig: Die legale Nutzung über die offizielle API unterscheidet sich grundlegend vom Scraping. Mehr dazu in unserem Artikel Google Maps Scraping — was in Deutschland legal ist.
Schritt 1: Google Cloud Console einrichten
1. Gehe zu console.cloud.google.com
2. Erstelle ein neues Projekt (z.B. "lead-generation")
3. Aktiviere unter APIs & Services → Library die "Places API (New)"
4. Erstelle unter APIs & Services → Credentials einen API-Key
5. Schränke den Key auf die Places API ein (Security Best Practice)
Schritt 2: API-Abfragen verstehen
Die Text Search API ist der einfachste Einstieg. Sie akzeptiert Suchanfragen wie:
- "Softwareunternehmen München"
- "Steuerberatung Berlin"
- "Maschinenbau Mittelstand Schwaben"
Jede Abfrage gibt bis zu 20 Ergebnisse zurück. Über Pagination-Token kannst du bis zu 60 Ergebnisse pro Suche abrufen.
Schritt 3: Das $200 Guthaben optimal nutzen
Google gibt jedem Konto $200 kostenloses Guthaben pro Monat. Eine Text-Search-Abfrage kostet $0,032. Das bedeutet:
- $200 ÷ $0,032 = 6.250 Abfragen pro Monat kostenlos
- Bei 20 Ergebnissen pro Abfrage = 125.000 Leads pro Monat kostenlos
Für die meisten kleinen und mittleren Vertriebsteams reicht das vollständig.
Schritt 4: Suchanfragen strategisch formulieren
Die Qualität deiner Leads hängt von der Qualität deiner Suchanfragen ab. Strategien:
- Branche + Stadt: "IT-Dienstleister Frankfurt"
- Branche + Region: "Maschinenbau Bayern"
- Problem-orientiert: "Steuerberatung Mittelstand"
- Nischen-spezifisch: "E-Commerce Agentur Düsseldorf"
Mit KI wie Claude kannst du automatisch dutzende Suchanfragen aus deiner Produktbeschreibung generieren lassen.
Schritt 5: Daten anreichern
Google gibt dir die Website-URL — aber noch keine E-Mail-Adresse. Hier kommt die E-Mail-Extraktion ins Spiel:
- Besuche die Website automatisch mit einem Crawler
- Suche auf /kontakt, /impressum, /about nach E-Mail-Patterns
- Filtere Info@, Kontakt@, Sales@ Adressen
Fazit: Die komplette Pipeline
Google Places → Website-Crawler → KI-Scoring → HubSpot-Export. Diese Pipeline ist mit anilead.io vollständig automatisiert. Wie der gesamte Automatisierungs-Stack zusammenspielt, erklärt unser Guide zur B2B-Vertriebsautomatisierung. Du gibst deine Zielkunden-Beschreibung ein — das System erledigt den Rest.